Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Saarland

Gemeinsame Grundlagen, Werte und Ziele kennzeichnen sie als Teil der weltweiten Pfadfinderbewegung. Die einzelnen Verbände setzen in ihrer Arbeit unterschiedliche Schwerpunkte. Äußeres Merkmal ist die Kluft. Farben und Abzeichen zeigen, zu welchem Verband der Pfadfinder oder die Pfadfinderin gehört. Symbole und Halstücher geben Auskunft über die Altersstufe der Kinder und Jugendlichen.
Einteilung in Altersstufen

Die Einteilung in Altersstufen ist eine der Grundlagen der Pfadfinderbewegung. In Gruppen mit Gleichaltrigen können die Kinder und Jugendlichen ihrer persönlichen Entwicklung entsprechend gefördert und gefordert werden. Themen und Projekte werden so weit wie möglich von den Kindern und Jugendlichen selbst bestimmt und in den regelmäßigen Treffen sowie während der Lager und Fahrten umgesetzt.
Kinder- und Jugendpädagogik

Die Pädagogik orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Je älter die Pfadfinderinnen und Pfadfinder sind, umso mehr Verantwortung übernehmen sie für sich selbst und die Gruppe. Learning by doing gehört hierbei zu den wesentlichen Methoden. Durch die daraus gezogenen Erfahrungen gewinnen Kinder und Jugendliche Fähigkeiten, Fertigkeiten und Selbstbewusstsein.
Pfadfinderversprechen

Das Versprechen hat in der Pfadfinderbewegung eine besondere Bedeutung. Pfadfinderinnen und Pfadfinder legen in jeder Altersstufe, entsprechend ihrer Entwicklung, ein Versprechen ab. Gegenüber sich selbst und der Gruppe geben sie ihr Wort, die Grundwerte der Pfadfinderbewegung in ihrem Leben umzusetzen. Die Gruppe verpflichtet sich daraufhin, das Mitglied auf diesem Weg zu begleiten und nach Kräften zu unterstützen.
Demokratische Prinzipien

Für die Arbeit der vier Verbände sind demokratische Prinzipien wesentlich. Leitungen werden gewählt und Satzungen umreißen die Handlungsfelder der Verantwortlichen. Die Entscheidungsfindungen sind transparent für die Mitglieder der Verbände und für Außenstehende. Mitbestimmen können allerdings nicht nur die Erwachsenen. Schon die jüngsten Pfadfinderinnen und Pfadfinder (Wölflinge und Wichtel) werden in Entscheidungsprozesse, die sie selbst oder ihre Gruppe betreffen, einbezogen. Die Verbände sind offen für alle, ohne Ansehen der Nationalität, der Hautfarbe, der Religion oder der sozialen Herkunft.
Internationale Anerkennung

Der BdP, die DPSG, die PSG und der VCP gehören zu den deutschen Verbänden, die in der internationalen Pfadfinderbewegung offiziell anerkannt sind. Die vier Verbände sind Mitglieder in den Weltverbänden World Organization of the Scout Movement (WOSM) und World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS). Weltweit sind Pfadfinderinnen und Pfadfinder in rund 216 Ländern und Regionen mit ca. 38 Millionen aktiven Mitgliedern vertreten.